Erste-Hilfe-Diplom

Schon 2019 hatte unsere Radelgruppe einen Nachmittag im DRK-Heim in Wehdem verbracht, um unser Wissen aufzufrischen. Unsere Pflichtveranstaltungen zur Ersten Hilfe für den Führerschein lagen ja schon Jahrzehnte zurück. Gott sei Dank sind wir in den Jahren mit unserer Fahrradgruppe unfallfrei gefahren. (Unser Problem war höchstens einmal: Akku alle!)

Mittlerweile hängen an vielen öffentlichen Orten DEFIs (Defibrillatoren), aber viele Leute kennen „diese Dinger“ nicht. Ein Telefongespräch mit Susanne Altvater vom DRK reichte, um einen Kurstermin festzulegen. So konnten sie und ihr Mann Uwe am Freitag abend 17 Leute begrüßen. Es waren nicht nur Radler gekommen, sondern auch Mitglieder vom TUS Dielingen und KulturBUNT Lemförde.

Unsere Themen für diesen Abend waren: Herz-Kreislaufstillstand, Schlaganfall und Verschlucken.

eder Bürger ist zu Hilfe in Notfällen verpflichtet. Hilfe bei Unfällen im Straßenverkehr beginnt mit der Sicherung der Unfallstelle und der eigenen Sicherheit. Also Warnblinke an, Sicherheitsweste (griffbereit in der Tür) im Auto anziehen, mit dem Warndreieck (vor sich haltend) durchaus 50 bis 100 m zurückgehen, mit dem Verbandskasten zur Unfallstelle gehen. Erst dann den Notruf 112 absetzen (Polizei: 110). Wichtig: alle Notrufe gehen auch aus fremden Handys raus, von denen man die PIN nicht weiß.

Wir lernten, daß man Bewußtlose durchaus laut und heftig mit Schulterrütteln ansprechen soll, wir übten die Stabile Seitenlage und Wiederbelebung mit Herzdruckmassage und Atemspende. Höhepunkt waren dann die Übungen mit dem DEFI. Eigentlich ganz leicht, weil alle Schritte angesagt werden, aber wie gut für uns, daß wir es üben konnten.

Ein Schlaganfall kann jeden treffen. Auch junge Menschen. Ein typisches Anzeichen ist Schlaffheit der Muskulatur im Gesicht, am Arm oder der ganzen Körperhälfte. „Können Sie lachen?“ „Geben sie mir bitte ihre Hand!“ Das sind Aufforderungen, mit denen man prüfen kann, ob noch Körperspannung im Patienten ist. Wieder ist es wichtig, den Notruf abzusetzen und auf den Krankenwagen zu warten. Niemals allein mit dem Patienten sich auf den Weg machen!

Das Verschlucken von Lebensmitteln kann durchaus lebensbedrohlich sein. Durch heftiges Klopfen auf den oberen Rücken kann man einen starken Hustenstoß auslösen. Sollten diese Versuche scheitern, bleibt noch ein heftiges Drücken auf den Bauch, nachdem man den Patienten von hinten umarmt hat. Dieses haben wir geübt, nachdem der „Übungspatient“ einen Rücksack zur Druckminderung angelegt hatte. Die ausgelösten Hustenereignisse waren sehr bemerkenswert. Die Gruppe lachte und das Opfer mußte sich wieder ordnen. Beim erfolgreichen Ausüben des Heimlich-Griffes flog ein Pommesstück aus dem Rücksack. Es war wirklich beeindruckend.

Liebe Susanne und lieber Uwe, wir danken euch ganz herzlich für diesen klugen und so fröhlichen Abend. Wir haben viel gelernt und mit euren munteren Sprüchen habt ihr bewirkt, daß das Wissen bildlich gespeichert wird. Es tut immer wieder Not, dieses Wissen zu hören und daran zu denken, daß auch Nähe, Wärme und Kuscheln zur Ersten Hilfe gehören.

Außerdem habt ihr euch gefreut, einen Abend für so junggebliebene Alte zu gestalten, denn wir waren alle Ü60 und einige sogar über 80 Jahre alt.

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