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12.05.2022

Regionalforstamt warnt vor Waldbrandgefahr

Das Regionalforstamt Ostwestfalen-Lippe warnt vor Waldbrandgefahr und bittet bei Waldbesuchen um erhöhte Vorsicht und Aufmerksamkeit
Trotz gelegentlicher Regenschauer ist es nach wie vor zu trocken in der Natur

Dürre, Stürme und Borkenkäferkalamität haben den Wald in Nordrhein-Westfalen währen der letzten vier Jahre stark geschädigt. So sind in NRW bislang über die Hälfte der Fichtenwälder abgestorben. In Ostwestfalen-Lippe ist der Anteil noch deutlich höher. Diese Flächen stellen sich dem Betrachter als Kahlflächen, als mit jungen Bäumchen bestandene Flächen oder als Flächen mit stehenden toten Bäumen, den sogenannten Dürrständern dar. All diese Flächen bieten eine Menge Waldbrandpotential, mit ihrer trockenen Streu, den herumliegenden Ästen und abgefallener Rinde sowie dem weiteren, auf den Flächen verbliebenen trockenen Holz.

Gab es in den vergangenen Tagen in NRW bereits einige kleinere Waldbrände, so ist auch diese Gefahr in den heimischen Wäldern groß. Einige kurze Schauer dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch danach weiterhin eine erhöhte Waldbrandgefährdung herrscht. Die Regenmengen werden entweder direkt verdunstet oder dringen nicht besonders tief in den Boden ein, um eine Brandgefahr zu bannen.

Gerade in Hinblick auf die anstehenden Feiertage im Mai und Juni und den zu erwartenden steigenden Besucherverkehr im Wald bittet das Regionalforstamt OWL die Erholungssuchenden um besonnenes, umsichtiges Verhalten.

So ist das Feuermachen, auch in mitgebrachten Grills oder Feuerschalen, innerhalb des Waldes sowie außerhalb bis zu einem Abstand von 100 Metern zum Waldrand per Landesforstgesetz generell verboten. Ebenfalls gilt in der Zeit vom 1. März bis 31. Oktober ein Rauchverbot im Wald! Bei erhöhter Waldbrandstufe kann die Forstbehörde sogar weitere Einschränkungen oder Verbote aussprechen. Diese Waldbrandstufen werden zwei Mal wöchentlich vom Waldbrandwarndienst des Deutschen Wetterdienstes (DWD), unter Einbeziehung der aktuellen meteorologischen Daten, veröffentlicht. 

Besondere Aufmerksamkeit gilt neben dem Verhalten direkt im Wald auch beim Parken von Autos auf trockenem Gras, dass mitunter durch heiße Katalysatoren in Brand geraten kann. Ebenfalls dürfen beim Abstellen der Fahrzeuge keine Wald- und Rettungswege versperrt werden. 

Wird ein Feuer bemerkt, so ist umgehend unter dem Notruf 112 die Feuerwehr zu benachrichtigen und möglichst der genaue Ort zu benennen. Hilfreich könnten dabei die im Wald teilweise vorhandenen Rettungspunkte mit den Ortsangaben in nummernform sein. Bei Beachtung der geltenden Regelungen und Rücksichtnahme auf die Belange der Waldbesitzer sowie der anderen Waldbesucher sollten allen Erholungssuchenden ein entspanntes Wald- und Naturerleben möglich sein.

Wer Interesse an vielfältigsten Aspekten rund um Wald und Klima hat und wie der Wald der Zukunft aussehen wird, dem ist ein Besuch der „Holz- und Ressourcentage Mindenerwald“ am 27./28. August auf der Pohlschen Heide in Hille empfohlen. Dabei wird auch die Waldbrandvorsorge eine Rolle spielen. Die Veranstalter (die KreisAbfallVerwertungsGesellschaft mbH sowie das Regionalforstamt Ostwestfalen-Lippe) weisen darauf hin, dass eine Anmeldung für Aussteller bis Ende Mai möglich ist. Weitere Infos unter: www.holzundressourcentage.de